Lebensmittelkunde und Ernährungslehre

Lebensmittelkunde (Begriffsbestimmung)

Lebensmittelkunde und Ernährungslehre sind eng verwandte Fachgebiete, die sich jedoch in ihrem Fokus unterscheiden:
Die Lebensmittelkunde betrachtet das Lebensmittel selbst (Inhaltsstoffe, Qualität, Verarbeitung), während die Ernährungslehre die Wirkung dieser Lebensmittel auf den menschlichen Organismus untersucht. 

1. Lebensmittelkunde (Food Science)

Die Lebensmittelkunde ist Teil der Lebensmittelwissenschaft und beschäftigt sich mit der Beschaffenheit und Behandlung von Nahrungsmitteln.

  • Fokus: Das Produkt selbst.
  • Inhalte:
    • Zusammensetzung von Lebensmitteln (Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Vitamine).
    • Qualitätsunterschiede, Anbau und Zucht.
    • Verarbeitung, Haltbarmachung, Verpackung und Lagerung.
    • Lebensmittelchemie und -mikrobiologie.
    • Rechtliche Kennzeichnung (z. B. Zutatenliste).
  • Ziel: Sicherung der Qualität, Haltbarkeit und Sicherheit von Lebensmitteln.

2. Ernährungslehre (Nutrition Science)

Die Ernährungslehre (Ernährungswissenschaft) untersucht, wie sich Nahrung auf den Menschen auswirkt.

  • Fokus: Der Mensch und seine Gesundheit.
  • Inhalte:
    • Stoffwechselvorgänge im Körper.
    • Nährstoffbedarf in verschiedenen Lebensphasen (Kinder, Senioren, Schwangere).
    • Zusammenhang zwischen Ernährung und Krankheiten (Prävention/Therapie).
    • Ernährungsformen und Diätetik.
    • Ernährungsverhalten und psychologische Aspekte.
  • Ziel: Förderung der Gesundheit, Vorbeugung von Mangelernährung oder Krankheiten.

Überschneidungen

Beide Gebiete (1 + 2) bilden oft eine Einheit, beispielsweise in Studiengängen wie Ökotrophologie (Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften). Lebensmittelkunde liefert die Grundlagen über die Nahrung, während die Ernährungslehre anwendet, wie diese für eine gesunde Ernährung genutzt wird.

Die vielen Vorteile einer ausgewogenen und gesunden Ernährung genießen

Eine ausgewogene Ernährung = gesunde Ernährung kann bis ins hohe Alter dazu beitragen, Sie fit und gesund zu halten.

Ein guter Ernährungszustand sorgt für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden. Durch eine bedarfsgerechte Versorgung mit Nährstoffen und Energie trägt eine ausgewogene Ernährungsweise auch dazu bei, einer Mangelernährung vorzubeugen.

Für gesunde ältere Menschen gelten grundsätzlich die gleichen Empfehlungen wie für Jüngere.

Erkrankungen, Beeinträchtigungen oder altersbedingte Veränderungen können entsprechende Anpassungen der Lebensmittelauswahl oder Darreichungsform erforderlich machen.
Aber auch bei besonderen Anforderungen ist eine genussvolle und abwechslungsreiche Ernährungsweise möglich.

Diese sieben Lebensmittelgruppen werden unterschieden:

Eine gesunde und umweltschonende Ernährung ist zu mehr als ¾ pflanzlich und knapp ¼ tierisch.

  1. Getränke
  2. Obst und Gemüse
  3. Hülsenfrüchte und Nüsse
  4. Getreide, Getreideprodukte und Kartoffeln
  5. Öle und Fette
  6. Milch und Milchprodukte
  7. Fisch, Fleisch, Wurst und Eier
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