Das "Metabolisches Syndrom (= das tödliche Quartett)" - Gefahr für Herz und Kreislauf
Das metabolische Syndrom ist wenigen ein Begriff, obwohl Millionen an ihm leiden. Die Krankheit trägt den Beinamen "tödliches Quartett", weil hier vier Herz-Kreislauf-Risiken zusammenwirken.
Metabolisches Syndrom (= das tödliche Quartett) (Begriffsbestimmung)
Das metabolische Syndrom bezeichnet eine Kombination aus vier Hauptrisikofaktoren – oft „tödliches Quartett“ genannt –, die das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes drastisch erhöhen:
- 1) Bauchfett (Adipositas),
- 2) Bluthochdruck,
- 3) Fettstoffwechselstörungen und
- 4) hoher Blutzucker.
Es ist eng mit dem Lebensstil (Ernährung, Bewegungsmangel) verbunden.
Diese Faktoren treten oft gemeinsam auf, meist gefördert durch einen ungesunden Lebensstil (Ernährung, Bewegungsmangel), und steigern das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes enorm.
Ursache ist unser "moderner Lebenswandel"
Das metabolische Syndrom ist eine Wohlstandskrankheit, ausgelöst durch zu reichliches Essen und zu wenig Bewegung. Übergewicht mit viel Bauchfett führt meist zu krankhaften Veränderungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Denn über das wichtige Hormon Insulin hängt die Verstoffwechselung von Fetten und Zuckern eng zusammen. Wenn die Körperzellen unempfindlich (resistent) gegenüber Insulin werden, dann kann der Blutzuckerspiegel nicht mehr richtig sinken. Zugleich steigen die Blutfettwerte - und ebenso der Blutdruck, denn das Insulin bewirkt, dass sich Wasser und Natrium (Kochsalz) in den Nieren ansammeln. Das stört den Flüssigkeitshaushalt im Gefäßsystem.
Hauptmerkmale und Diagnose
Die Diagnose erfolgt meist, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien erfüllt sind:
- Abdominelle Adipositas (Bauchfett): Taillenumfang > 88 cm (Frauen) oder > 102 cm (Männer).
- Bluthochdruck: > 130/85 mmHg oder Einnahme von Blutdrucksenkern.
- Hoher Nüchtern-Blutzucker: >100 mg/dl (mmol/l) oder bekannter Typ-2-Diabetes.
- Erhöhte Triglyceride: > 150 mg/dl (mmol/l).
- Niedriges HDL-Cholesterin: < 40 mg/dl (mmol/l) bei Männern oder < 50 mg/dl (mmol/l) bei Frauen.
Diagnose des Metabolischen Syndroms
Der Arzt misst Gewicht, Taillenumfang und Blutdruck und nimmt Blut ab.
Ein Metabolisches Syndrom liegt nach der aktuell von den meisten Experten benutzten Definition vor, wenn mindestens drei dieser Risikofaktoren festgestellt werden:
- Übergewicht: ein BMI von 25 oder mehr.
- Krankhafter Taillenumfang: bei Frauen über 88 Zentimeter und bei Männern über 104 Zentimeter.
- Erhöhter Nüchternblutzucker: Als oberste Grenze gelten 100 mg/dl. Eine Diabetes-Erkrankung kann schon vorliegen, muss aber nicht. Falls der Nüchternblutzucker noch in Ordnung ist, könnte ein Zuckerbelastungstest Hinweise auf eine beginnende Insulinresistenz geben.
- Erhöhte Triglyceride (Blutfettwerte): im Nüchternzustand mehr als 150 mg/dl, sowie erniedrigtes HDL-Cholesterin: unter 50 mg/dl.
- Blutdruck: über 130/85 mmHg, ermittelt in mehreren Messungen oder einer Langzeitblutdruckmessung - nicht als Momentaufnahme bei einem einzelnen Arztbesuch.
Ursachen und Folgen
Im Zentrum steht häufig eine Insulinresistenz, bei der die Zellen schlechter auf Insulin ansprechen. Das viszerale Fett im Bauchbereich ist zudem stoffwechselaktiv und setzt Entzündungsstoffe frei. Das Syndrom ist ein Hauptrisikofaktor für Arteriosklerose.
Behandlung und Prävention
Die wichtigste Maßnahme ist eine langfristige Änderung des Lebensstils:
- Gewichtsabnahme:
- Reduktion des Bauchumfangs.
- Ernährungsumstellung:
- Ausgewogene, kalorienbewusste Ernährung.
- Bewegung:
- Mindestens 30 Minuten körperliche Aktivität täglich.
- Rauchstopp:
- Wichtig zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos.
Bei Bedarf können Medikamente gegen Bluthochdruck, hohe Blutfette oder zur Senkung des Blutzuckers eingesetzt werden.
Was hilft gegen das "Metabolische Syndrom?"
Gegen das "Metabolische Syndrom" helfen vor allem
- A) eine gesunde Ernährung,
- B) regelmäßige körperliche Aktivität und
- C) Gewichtsreduktion.
Medizinische Behandlungen können zudem erforderlich sein, um die einzelnen Komponenten wie Bluthochdruck oder erhöhte Blutzuckerwerte zu kontrollieren.
Wie gefährlich ist das metabolische Syndrom?
Das „metabolische Syndrom“ oder „Insulinresistenz-Syndrom“ ist eine gleichermaßen bedrohliche wie verbreitete Erkrankung.
Die Kombination aus
- A) Übergewicht,
- B) Bluthochdruck,
- C) erhöhten Fett- und Blutzuckerwerten
steigert das Risiko für Diabetes und insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen drastisch.
Ist das "Metabolische Syndrom" heilbar?
Das "Metabolische Syndrom" ist bei einer erfolgreichen Lebensstiländerung mit Gewichtsreduktion heilbar.
Ist es bei metabolischem Syndrom schwer, Gewicht zu verlieren?
Für das metabolische Syndrom gibt es keine schnellen Lösungen.
Da es sich um eine komplexe Erkrankung handelt, müssen Sie Ihre Ernährung, Ihr Training und Ihr allgemeines Wohlbefinden dauerhaft anpassen.
Streben Sie eine langsame, aber stetige Gewichtsabnahme an – durch eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung.

