Erfolgreich planen im Ernährungsbereich

Lebensmittelverschwendung vermeiden

Die Erstellung einer Einkaufsliste 

hilft auf jeden Fall, eine eventuelle Lebensmittelverschwendung in ihrem Haushalt einzudämmen.

Lebensmittelverschwenung (Begriffsbestimmung)

Lebensmittelverschwendung (Food Waste) bezeichnet das Wegwerfen von Nahrungsmitteln, die für den menschlichen Verzehr produziert wurden, aber entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Acker bis zum Privathaushalt – ungenutzt im Müll landen. Sie umfasst vermeidbare, genießbare Lebensmittel sowie teilweise vermeidbare Reste

Wichtige Aspekte zur Definition

  • Unterscheidung Food Loss & Waste: Food Loss entsteht bei Produktion, Nachernte und Transport. Food Waste tritt im Handel, in der Gastronomie und in Haushalten auf.
  • Vermeidbarkeit:
    • Vermeidbar: Noch genießbare Lebensmittel (z.B. Brot, ungeöffnete Produkte), oft durch mangelnde Planung entsorgt.
    • Teilweise vermeidbar: Reste, die teils essbar sind (z.B. Brotrinde, Kartoffelschalen).
    • Unvermeidbar: Nicht essbare Bestandteile (z.B. Knochen, Bananenschalen).
  • Ursachen: Häufig falsche Lagerung, Überangebote im Handel, verfrühtes Wegwerfen aufgrund des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) oder falsches Einkaufsverhalten.
  • Auswirkungen: Neben dem Verlust von Nahrungsmitteln werden wertvolle Ressourcen wie Wasser, Land und Energie vergeudet.

Laut AMA Info entstehen knapp 47 % der Lebensmittelabfälle in Österreich in Haushalten, gefolgt von Produktion (15 %), Landwirtschaft (15 %), Außer-Haus-Verpflegung (14 %) und Handel (9 %).

Richtig einkaufen gegen Lebensmittelverschwendung - Lebensmittel sind viel zu wertvoll um sie wegzuschmeißen!

Diese Tipps für "Richtig einkaufen gegen Lebensmittelverschwendung" helfen Lebensmittelabfälle zu Hause zu reduzieren. Ganz nach dem Motto "Essen statt Kübeln!".

  • 1. Nicht ohne meinen Einkaufszettel
    • Die Einkaufsliste hilft, nur das einzukaufen was wirklich notwendig ist. 
  • 2. Satt einkaufen gehen kostet weniger
    • Wenn der Magen nicht knurrt, bleiben unnötige Großpackungen im Regal und es werden lediglich die Lebensmittel eingekauft, die man wirklich braucht
  • 3. Lebensmittel-Check vor dem Einkauf
    • Überprüfen Sie vor dem Einkauf, welche wertvollen Schätze sich noch in Ihrem Vorrats- und Kühlschrank befinden. 
  • 4. Nein zu Groß- und Mogelpackungen
    • Überdimensionale Verpackungen füllen nicht nur die Mülltonnen, sondern verbrauchen auch eine große Menge an Energie und Materialien für deren Herstellung und Entsorgung! 
  • 5. Nehmen Sie eine Kühltasche zum Einkaufen
    • So wird die Kühlkette nicht unterbrochen und die Lebensmittel halten länger.
  • 6. Qualität vor Quantität
    • Bauernstände, Bio-Ecken und frische Produkte - auf den Wiener Märkten lässt sich lustvoll und umweltfreundlich einkaufen. Bedarfsgerechte Mengen reduzieren überdies das Müllvolumen. 
  • 7. Verpackungsfrei einkaufen
    • Einkaufen ohne Verpackungsmüll ist möglich, das zeigt die Zero Waste - Bewegung und zahlreiche Shops.
  • 8. Meal Prep - Vorkochen spart Zeit und Geld
    • Ob Suppen, Aufläufe, Salate oder Eintöpfe - Meal Prep - also Vorkochen ist der neue Trend. Dabei bereitet man sich die Gerichte für die nächsten Tage im Voraus, verarbeitet seinen Einkauf und kann somit Abfälle vermeiden.

10 Goldene Regeln gegen Lebensmittelverschwendung

Die Verschwendung eigentlich noch genießbarer Lebensmittel stellt ein großes ökologisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Problem dar und ist gleichzeitig mit einem hohen Verlust an Ressourcen verbunden. Die 10 Goldenen Regeln gegen Lebensmittelverschwendung liefern praktische Ideen für Maßnahmen zur Vermeidung.

  • 1. Abgelaufene Lebensmittel nicht gleich entsorgen
    • Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum. Testen Sie abgelaufene Lebensmittel mit all Ihren Sinnen. Häufig sind Lebensmittel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums genießbar.
  • 2. Bewusstes Einkaufen
    • Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Lebensmittelvorräte zu Hause und überlegen Sie, was Sie in den nächsten Tagen gerne essen möchten. Erstellen Sie eine Einkaufsliste und kaufen Sie Ihre Lebensmittel bewusst nach Bedarf ein.
  • 3. Reste in eine Box einpacken lassen
    • Lassen Sie sich übrig gebliebene Lebensmittel vom Restaurant, Café o.ä. einpacken.
  • 4. Nicht perfekte Lebensmittel schmecken genauso gut
    • Greifen Sie im Supermarkt auch zur krummen Gurke oder zum Apfel mit Druckstelle.
  • 5. Nicht mehr benötigte Lebensmittel auf Foodsharing teilen
    • Haben Sie vor Ihrem Urlaub zu viel eingekauft? Dann geben Sie Ihre Lebensmittel an Foodsharing-Initiativen in Ihrer Nähe weiter.
  • 6. Den Kühl- & Vorratsschrank regelmäßig kontrollieren:
    • Verschaffen Sie sich regelmäßig einen Überblick über Ihre Vorräte an Lebensmitteln im Kühl- und Vorratsschrank.
  • 7. Richtige Lagerung der Lebensmittel
    • Kühlpflichtige Lebensmittel haben bestimmte Temperatur- und Lageranforderungen. Kontrollieren Sie die Hinweise dazu auf den Lebensmittelverpackungen und lagern Sie die Lebensmittel entsprechend dieser Hinweise.
  • 8. Beim Einräumen „First In – First Out“-Prinzip anwenden
    • Lebensmittel, die Sie zuerst eingekauft und gelagert haben, entnehmen Sie auch wieder zuerst aus dem Kühl- oder Vorratsschrank.
  • 9. Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern
    • Durch Einkochen, Fermentieren oder Einfrieren können Sie die Haltbarkeit vieler Lebensmittel ganz einfach verlängern.
  • 10. Reste richtig kühlen und zu anderen Mahlzeiten verwenden
    • Haben Sie zu viel gekocht? Kühlen Sie die Reste schnell ab und bewahren Sie diese bis zum Verzehr am nächsten Tag im Kühlschrank auf. Viele Reste lassen sich auch in neuen, kreativen Gerichten weiterverwenden.
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